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04. März 2015 // Allgemein

ARD-Bericht

Am 23.03.2015 wurde in der ARD ein Bericht über Pflegekinder, Jugendämter, freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften gesendet.

 

 

In der Dokumentation wurden Missstände in der Kinder- und Jugendhilfe dargestellt. Ich bin überzeugt, dass die gezeigten Schicksale in ähnlicher Form regelmäßig von vielen anderen Kindern geteilt werden. Bestimmt gibt es auch private Träger, denen das Wohl des Kindes nicht so wichtig ist, wie der aktuelle Kontostand der Einrichtung. Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe bei Erziehungsstellen und sozialpädagogische Lebensgemeinschaften. Möglicherweise müsste im Rahmen der Privatisierung der Kinder- und Jugendbetreuung ein staatliches Kontrollsystem eingerichtet werden, sodass der Missbrauch und die Falschverwendung von Betreuungsgeldern eingedämpft wir.

 

Was mich an diesem Bericht aber generell stört ist, dass über die vielen gut geführten Pflege- und Erziehungsstellen, den fleißigen Organen von freien Trägern und auch der starke Einsatz von Jugendamtsmitarbeitern kein positives Wort verloren wird. Von dem sozialen Stellenwert der Pflegefamilien ganz zu schweigen.

 

Im Anschluss des Berichtes musste ich an die in den letzten 5 Jahren geführten Gespräche mit Pflegeeltern, Pflegestellen und Kinder- und Jugendhilfeträgern denken. Mich macht es wütend und gleichzeitig ein wenig traurig, dass die gute Arbeit von vielen durch die Gier weniger in eine Schublade gesteckt wird. Menschen, die sich nicht mit Kinderbetreuung beschäftigen und diese Dokumentation zufällig beim durchschalten sehen, nehmen diesen negativen Touch unterbewusst auf und verbinden bei jedem Kontakt mit sozialer Arbeit, Kinderbetreuung und Jugendämtern ein schlechtes Gefühl.

 

Ich finde, dass haben die ehrlichen Pflegefamilien, Pflegestellen, SPL’s, Jugendämter und Träger nicht verdient.

 

Die beste Reaktion auf diesen Bericht ist, Praxisbeispiele mit guten Erfahrungen nach außen zu tragen. Welche Einsätze und Entscheidungen von Verantwortlichen haben in Bezug auf Ihre Pflegefamilie Gutes gebracht? Gab es auch bei Ihnen Umgangspfleger(innen) oder Jugendamtsmitarbeiter, die den Umgang mit den leiblichen Eltern durch einen bestimmten Kniff vorangebracht haben?

 

Bestimmt hat fast jede Pflegeperson einen eigene erzählenswerte Geschichte zu erzählen, die dem schwarzmalenden Bericht entgegenwirken kann. Lassen Sie mir Ihre ganz persönliche positive und freudige Geschichte zukommen. Senden Sie mir einfach eine E-Mail – ich freue mich. Die gesammelten Werke werden dann -selbstredend anonym – an die ARD-Redaktion gesendet.

 

Wer die Dokumentation noch nicht gesehen hat, kann sie sich in der ARD mediathek noch einmal anschauen.

 

Die Story im Ersten: Mit Kindern Kasse machen

Eine Antwort auf ARD-Bericht

  1. Ulrich Clöer sagt:

    Im Prinzip sehe ich das genauso.Ein praxisorientierte Jugendschutz ist wichtig. Leider habe ich aus eigener Erfahrung das Gegenteil erlebt. Dadurch habe ich mich auch mit der Sache eingehend befasst und musste erkennen das unsere Sache beileibe kein Einzelfall oder ein Versehen war Die schwarzen Schafe nehmen leider mittlerweile überhand und das verdirbt natürlich das Ansehen derer, die noch wirklich im Sinne eines Jugendschutzgesetz tätig sind. Aber der Trend geht wirklich in die andere Richtung, leider. Und dem Gesetzgeber ist dies anscheinend egal. Es werden die Augen zu gemacht vor den schwarzen Schafen. Deshalb kann sich dieses Phänomen so ausbreiten. Wo keine Kontrolle und Strafe droht, ist die Hemmschwelle klein und man nimmt mit was geht.

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